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24.09.2012

ISS-Doku für Deutsche Raumfahrtausstellung

Deutsche Raumfahrtausstellung

Für die Deutsche Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz hat Design & Data eine 30 minütige Film-Dokumentation über die Internationale Raumstation ISS erstellt. Zu sehen sind aufwendige Vorbereitungen, die für den Start einer Trägerrakete nötig sind, das Training der Raumfahrer und deren Alltag im All. Alles in aufregenden, faszinierenden Bilder aus dem Archiv der ESA.

Der neue Film im Museumskino der Deutschen Rauffahrtaustellung beginnt mit dem letzten Start eines Spaceshuttles. Der Start der Endeavour am 16. Mai 2011 in Florida beendete die Space-Shuttle-Ära nach 30 Jahren Programmdauer. Wie immer waren Kameras hautnah dabei. Aus nächste Nähe sieht man die Triebgase zünden, die riesige Dampfwolke explodieren und die Astronauten in ihrer Kapsel dem All entgegenzittern.

Vom Start bis zur Landung

Der erste von drei Abschnitten des Films erklärt das aufwendige Training der Raumfahrer. Sie müssen viel lernen: Komplizierte Andockmanöver an Computern in Köln, qualvolle Startsimulationen in Moskau und schwindelerregende Schwerkrafttrainings in Toulouse. Das sind nur einige der vielen Prüfungen, die zukünftige Raumfahrer bestehen müssen. Bei einigen Trainingseinheiten lernen sie wissenschaftliche Geräte zu bedienen,  andere dienen der Steuerung des Raumgefährts.

Im zweiten Teil des Films, erlebt die Mannschaft ihren Alltag im Weltraum, an Bord der ISS. Er ist strukturiert und folgt einem genauen Zeitplan. Materialtests, Reparaturen an der Außenhülle, Fitnesstrainings und alltägliche Körperpflege in der Schwerelosigkeit kommen vor.

Im letzten Abschnitt des Films geht es um die Existenz der Raumstation im lebensfeindlichen Weltall. Die Empfindlichkeit der dünnen Hülle der Raumstation kann beängstigen. Die Mannschaft braucht Nachschub und auch der Rücktransport der Besatzung zur Erde muss penibel geplant werden, damit Risiken minimiert werden. Stimmungsvolle Aufnahmen unseres Planeten runden die technischen Informationen ab.

Eine moderne Rauffahrtsaustellung  

Im Vogtlandt, nahe der tschechischen Grenze im kleinen Ort Morgenröthe-Rautenkranz, wuchs der Raumfahrer Sigmund Jähn auf. 1978 flog er als erster Deutscher mit dem russischen INTERKOSMOS-Programm ins All. Ein Jahr später eröffnete seine Heimatgemeinde ihm zu Ehren die „Ständige Ausstellung des ersten gemeinsamen Kosmosfluges UdSSR – DDR“. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde der Standort der Ausstellung beibehalten, weil auch der erste westdeutsche Raumfahrer Ulf Merbold nur 40 km entfernt von Sigmund Jähn, in Greif, aufgewachsen war.

Nach der Wende wandelte man die ostdeutsche Ausstellung in eine gesamtdeutsche Raumfahrtausstellung um. 2007 wurde sie renoviert und um einige Quadratmeter vergrößert. Heute kommen jährlich etwa 70.000 Gäste in das kleine Dorf: Techniker und Wissenschaftler, Raumfahrtfans und technisch interessierte Besucher aus der ganzen Welt. Sie bestaunen originale Raumanzüge, ausgediente Satelliten, und Teile der russischen Raumstation MIR. Mit dem neuen Film über die ISS bekommt das Museum ein neues, eindrucksvolles Highlight.

Zur Webseite der Deutschen Raumfahrtausstellung