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20.06.2019

Eine lockere, aber informative Animation über Ozon – im Auftrag des EZMW

Im Auftrag des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage (EZMW) produzierten wir ein informatives Animationsvideo. Es ging darum, ein breites Publikum in Grundzügen mit der Entdeckung und Entstehung des Ozonlochs sowie auf die internationale Zusammenarbeit der UN zum Schutz der Ozonschicht vertraut zu machen. Zusammen mit der jährlichen Animation zum regelmäßigen Wiedererscheinen des Ozonlochs wurde unsere Produktion in den Social-Media-Kanälen des EZMW veröffentlicht.

Das EZMW implementiert den Copernicus-Dienst zur Atmosphärenüberwachung (CAMS), dem EU-Vorzeigeprojekt für die Erdbeobachtung mithilfe von Satelliten und Vor-Ort-Messungen. Es versorgt politische Entscheidungsträger, Unternehmen, Wissenschaftler und die Öffentlichkeit mit zuverlässigen Informationen zur Zusammensetzung unserer Atmosphäre und den diesbezüglichen Änderungen. Seit sechs Monaten überwacht CAMS das Ozonloch und verzeichnete dessen größte Ausdehnung Mitte September. 

Design & Data wurde damit beauftragt, ein animiertes Video zu produzieren, in dem der Öffentlichkeit erklärt wird, wieso das Ozonloch jedes Jahr wiederkehrt. Vermittelt werden sollte auch, welche Rolle die Wissenschaft und die internationale Zusammenarbeit bei der Entdeckung und beim Wiederaufbau der dünnen Ozonschicht spielten. Es galt, dieses komplexe wissenschaftliche Phänomen in nur zweieinhalb Minuten verständlich zu vermitteln – eine große Herausforderung! Wir wollten informieren, aber nicht langweilen, deshalb experimentierten wir mit mehreren visuellen Stilen. Um den Eindruck eines Imagefilms für Unternehmen zu vermeiden, setzten wir schließlich auf einen lockeren Look. Die Aufmerksamkeit der Zuschauer wollten wir mit einem „handgezeichneten“ Stil fesseln. Dieses Video sollte das erste in einer Reihe von informativen Animationen sein; in Aufbau und Stil war es also die Vorlage für alle, die noch kommen sollten.

Die Produktion umfasste auch das Verfassen eines Skripts und eines von Hand gezeichneten Storyboards, also der Abfolge von Einstellungen im Video. Danach mussten die wichtigsten Elemente im „handgezeichneten“ Stil erstellt und schließlich animiert werden. Ebenfalls von großer Bedeutung war die Auswahl der Sprecherin, die den zwar informativen, aber nicht besonders ernsten Ton des Videos genau treffen musste. Zur Untermalung und Verbindung der Erzählung kamen zum Schluss Musik und Soundeffekte hinzu. Hier war zu beachten, dass sie die Animation ergänzen mussten, jedoch nicht den gesprochenen Text übertönen durften.

Am 16. September, dem internationalen Tag zum Schutz der Ozonschicht, wurde das Video in den Social-Media-Kanälen des Copernicus-Diensts vom EZMW veröffentlicht. An diesem Tag gedenkt man der Unterzeichnung des Montrealer Protokolls über Stoffe, die zu einem Abbau der Ozonschicht führen, im Jahr 1987. An diesem Tag steht die Ozonschicht der Erde im Mittelpunkt: Initiativen informieren die Öffentlichkeit über die Ozonschicht und ihr „Loch“ über der Antarktis sowie die wichtige Rolle von Beobachtungsdiensten beim Einschätzen der Gefahren durch den Abbau von Ozon.